Tageslosung von Mittwoch, 24. August 2016
Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!
Weist die zurecht, die sich an keine Ordnung halten, ermutigt die Verzagten, steht den Schwachen bei, habt Geduld mit allen! Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte. Jagt vielmehr allezeit dem Guten nach, füreinander und für alle.

Herzlich Willkommen!

Wende dein Gesicht der Sonne zu…

In diesem Sommer hat es die Sonne nicht allzu gut mit uns gemeint. So liegt unsere ganze Hoffnung auf kontinuierlich-helles Sonnenlicht jetzt ganz auf dem Spätsommer. Für wunderbar bunte Farbigkeit und angenehme Wärme kann die Sonne schließlich auch dann noch sorgen.


Und wem das hochsommerliche Grau der Regenwolken zu schwer auf der Seele lag, der holte sich den Sonnenschein einfach ins Haus in Form eines hübschen Sonnenblumenstraußes. Denn über die ganze Sommerperiode hinweg sind sie – mit und ohne Wolken – am Blühen: die Sonnenblumen. In den Blumenläden erfreuen sie sich – vielleicht gerade in einem solch wolkenverhangenen Sommer – wachsender Beliebtheit. So versuchen wir ein Stückchen Sonne in unsere Wohnzimmer zu holen und sie uns damit verfügbar zu machen, die Sonne zu domestizieren.

Dabei ist die Sonnenblume eigentlich eine kleine Philosophin: am Abend noch dreht sie ihre Blüte so, dass sie am folgenden Morgen gleich die ersten Sonnenstrahlen auffangen kann. Und über den ganzen Tag hinweg dreht sie sich langsam von Ost nach West,immer dem Sonnenlicht entgegen. Ganz wie es ein alter Weisheitsspruch beschreibt:

„Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich!“

Tatsächlich: wenn auch wir Menschen – wie die Sonnenblumen – unser Gesicht dem (Sonnen)licht entgegen wenden, dann bilden sich dunkle Schatten nur hinter unserem Rücken. Die Sonnenblume macht es uns vor! Das heißt sicherlich nicht, dass wir die Schatten, die unser Leben schwer und düster machen, einfach verdrängen. Doch wenn wir beginnen, die Blickrichtung zu ändern, dann lassen wir unser Leben nicht länger von den dunklen Schatten beherrschen, indem wir so gerne immer nur über alles Schlimme in unserem Leben und in unserer Welt jammern, klagen, uns beschweren oder uns Sorgen machen. Sondern wir können sie – wie die Sonnenblumen – einfach hinter uns lassen und uns wieder der Zukunft zuwenden, die von der Helligkeit der Sonnebestrahlt wird. Und wir lassen uns von ihr bescheinen, wie an vielen Urlaubsstränden, tanken die Energie der Sonne in uns auf, und lassen uns vom Sonnenlicht von innen heraus wärmen und erleuchten. Dadurch können wir auch dunkle und schwere Zeiten imLeben viel besser bestehen.

Für unseren christlichen Glauben ist Gott selbst „Sonne und Schild“ (Ps 84,12) und sein Sohn, Jesus Christus, das „Licht der Welt“ (Joh 8,12), das mit der Sonne des Ostermorgens sogar die dunklen Schatten des Todes besiegt hat. Und das heißt: immer dann, wenn wir Gottes und Jesu Nähe spüren, da wird es „hell“ in unserem Leben und da fallen die vielen dunklen Schatten hinter uns. Und da kann sich unsere Zukunft ganz hoffnungsvoll in einem neuen Licht zeigen.

Machen wir es also wie die Sonnenblumen: ob nun im verregneten Hoch- oder im hoffentlich sonnigeren Spätsommer, und erst recht im kommenden Herbst und Winter. Beherzigen wir den weisen Spruch zur Sonnenblume zum Lobe Gottes – und zwar „VomAufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang“ (Ps 113, 3):

„Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich!“

Pfarrerin A. Beck

Burgkirchen-Kalender

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