Tageslosung von Sonntag, 24. Juli 2016
9. Sonntag nach Trinitatis
Der HERR macht zunichte die Pläne der Völker.
Gott hat Christus von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat.

Herzlich Willkommen!

Zum Festprogramm 60 Jahre Pfadfinder in Ober-Ingelheim: 2. und 3. Juli 2016:

Lust auf Pfad-Finden – oder: Wie wir uns in der Welt besser zurecht finden

Wenn unsereiner sich auf den Weg macht:

• sei es nun beim Hajken mit den Pfadfindern

• oder sei es zu unseren Urlaubsreisen im Sommer

• oder eben auch auf der Flucht vor Gewalt, Elend und Zerstörung

dann bedienen wir uns gerne einer guten Landkarte bzw. eines Navis, um uns zu orientieren und entscheiden zu können, welchen Weg wir am besten einschlagen sollen, um unser Ziel zu erreichen.

Einen völlig anderen Zweck erfüllten da die kostbaren, von Hand gemalten Weltkarten des Mittelalters. Darauf sind zwar auch jede Menge Wege, Städte, Gebirge und Gewässer abgebildet, doch es geht da gar nicht um den Versuch einer möglichst maßstabsgetreuen Wiedergabe unserer Welt, sondern vielmehr um das, was die ganze Welt zusammenhält und ihr Sinn und Bedeutung verleiht. Eine solche wundervoll gestaltete „mapa mundi“ aus dem 13. Jahrhundert  wurde als Radkarte mit 3,57m Durchmesser auf 30 zusammengenähten Ziegenhäuten im norddeutschen Kloster Ebstorf angefertigt und über die Jahrhunderte hinweg aufbewahrt.

Beim Betrachten dieser runden Weltkarte, die den ganzen Erdkreis („orbis terrae“) abbildet, geraten wir ins Staunen. Da sind einerseits unendlich viele winzige Details zu entdecken (500 Gebäude, 160 Gewässer, 60 Inseln und Gebirge, 45 Menschen und Fabelwesen, 60 Tiere und 1500 Texteinträge), die das mittelalterliche Wissen – fast wie eine Enzyklopädie –  aufs Kunstvollste zusammenfassen. Andererseits vermag sie unseren modernen Verstand zu verwirren, weil die Karte nicht an Himmelsrichtungen sondern an Christus ausgerichtet ist. Er, Christus, umspannt Raum und Zeit, er umspannt den ganzen Weltkreis. Oben erscheint das Haupt Christi, das mit der aufgehenden Sonne gleichgesetzt wird, und damit ganz oben den Osten als Himmelsrichtung vorgibt. Links und rechts kommen die Hände, unten im Westen die Füße Christi aus dem Weltenrund heraus. In der Mitte, wo sich das Herz Christi befindet, erscheint die golden ummauerte Heilige Stadt Jerusalem, in der sich am Ende der Zeit alle Völker von Ost und West und Süd und Nord auf dem Berg Zion versammeln werden.

Die Gottesfülle durchdringt das ganze Erdenrund mit seinem Lebensodem. Alles ist durchdrungen von Gottes Heiligem Geist. Es gibt keinen Ort auf der Erde, an dem Gott nicht zu finden ist. So will die alte Weltkarte uns Menschen auf ganz andere Weise zum Zurechtfinden im Leben dienen. Durch unseren Glauben an Gottes gute Schöpfermacht und an die Befreiungstat Jesu können wir die rechten Wege einschlagen und die unermessliche Größe Gottes staunend anbeten, wie es schon der Apostel Paulus im 11. Kapitel des Römerbriefes tat:

„O welch eine Tiefe des Reichtums der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Entscheidungen und unerforschlich seine Wege! … Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.“

Pfarrerin A. Beck

Burgkirchen-Kalender

Juli 2016
So Mo Di Mi Do Fr Sa
26 27 28 29 30 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 1 2 3 4 5 6

Kommende Veranstaltungen (BK=Burgkirche, MLH=Gemeindehaus, GB=Gemeindebüro)

Zum Seitenanfang