Tageslosung von Freitag, 23. Juni 2017
HERR, sei unser Arm alle Morgen, ja unser Heil zur Zeit der Trübsal!
Dem, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit.

Herzlich Willkommen!

„CTRL+ALT+DEL” - Gedanke zur Jahreslosung 2017

„CTRL+ALT+DEL“ oder doch gleich den Stecker rausziehen? Die Frage habe ich mir, der sich langsam nun auch zu den junggebliebenen Alten zählen darf, im Zeitalter des Computers schon häufiger stellen müssen, weil’s ganz einfach nicht mehr weiterging und ein Neustart unumgänglich war.

Zugegeben: Ein wenig häufiger trat dies bei geöffnetem Fenster und weniger beim Genuss von -Äpfelchen auf, aber aus langjähriger Erfahrung ist es ein probates Mittel, auch den ältesten Computer wieder unter Kontrolle zu bringen. Was aber, wenn es im eigenen Leben nicht so rund läuft? CTRL, also Kontrolle – klar, die sollte man eigentlich nie verlieren, aberauch wenn die bösesten und dümmsten Gedanken das Leben beherrschen sollten, ist DELETE keine Lösung. Und somit zum Thema: „Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“, so die Jahreslosung 2017, zu lesen in Hesekiel 36,26 (E).      

Das klingt nach Neustart, wenn das Update auf das Programm „Mein-eigener-Wille-3.1“ scheitern sollte. Und vor diesem Problem standen auch schon die frühen Wüstenväter, die sich mit negativen Gedanken und Leidenschaften auskannten, die in unseren Herzen hausen. Und sie sagten: „Wir sind nicht verantwortlich für die Gedanken, die in uns auftauchen,sondern nur dafür, wie wir damit umgehen. Und zur Ehrlichkeit gehört es, zu erkennen, dass in jedem von uns negative Gedanken und Leidenschaften existieren.“

Und damit das Programm „Mein-eigener-Wille“ nicht die kompletten Ressourcen verschlingt, gab Gott Mose ein Handbuch, welches abrupten Systemabstürzen vorbeugen soll. Zehn Gebote sollten reichen, um den Menschen zum Guten zu leiten und negative Gedanken und Leidenschaften im Zaum zu halten. Hingegen weiß aber auch jeder, welche Kraft imeigenen Willen liegen und wie ein Gebot dem Willen unterliegen kann.

Auch mich stellte Gott durch die Taufe in dieses Spannungsfeld, die wir nicht umsonst als Start in ein neues Leben empfinden, und durch die der Instanz des eigenen Willens die Liebe von und zu Gott hinzugefügt wurde. Der Wille – oder das, wofür mein Herz schlägt –  erfuhr eine weitere Dimension durch den Willen Gottes. Na gut, könnte man meinen, dann lasseich halt meinen Willen durch Gott brechen? Für mich ist dies eine undenkbare Vorstellung, denn bricht man den Willen eines Menschen, so zerstört man den Menschen in seinem Kern, und zerstört auch sein eigenes Kraftzentrum. Ein DELETE, nach welchem Gott eine gefügige Marionette in der Hand hielte? Nein, er will zu mir eine Beziehung aufbauen, die durchseine Liebe geprägt wird, bestimmt aber nicht, dass ich mich durch ihn gefesselt durchs Leben führen lasse. 

Der Prophet Hosea vergleicht die Beziehung zwischen Gott und Mensch mit einer Ehe. Zweifellos gibt es Ehen, in denen der eine Partner so dominant ist, dass der andere frei- oder unfreiwillig seinen Willen aufgeben muss, damit die Ehe Bestand hat. Es gibt aber auch Ehen, da sind beide mit Dickköpfigkeit gesegnet, und jeder will eigentlich immer das Gegenteilvon dem, was der andere will. Solche Ehen gleichen einem nicht endenden Ringkampf und als Mann verweise ich hier schmunzelnd auf Sprüche 19,13. Es gibt aber auch Ehen, wo beide Partner einen gesunden und starken Willen haben, aber – und das ist das Besondere – beider Wille auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet ist und aus dem Willen ein gemeinsamesWollen wird.

„Ich schenke dir ein neues Herz und lege einen neuen Geist in dich“, das ist der Resetknopf Gottes, der nicht meinen Willen bricht, sondern schlicht dafür sorgt, dass das Herz anders getaktet wird. Das Ziel Gottes und das eigene Ziel vereinigen sich, sein Programm ergänzt das Programm „Mein-eigener-Wille-3.1“ und damit auch den genetischen Apfel-Status, unddas Fenster öffnet sich und lässt einen Blick aufs Paradies zu.

„CTRL-ALT-DEL“ – mit Gott gibt es keinen Blue Screen, denn er hat immer eine ALTernative parat und Vergebung ist sein persönliches „DELETE“ für uns. Nur vom Draht zu ihm sollte man die Finger lassen, ab und an diesen auch mal kontrollieren, wenn man nicht saft- und kraftlos werden will.

Hergen Eckoldt

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